Rodenkirchen 10

 

 

 

Gedenken an tödlich verunglückte Straßenwärter 2012

Gedenkfeier für verunglückte Straßenwärter Tungerlo-Capellen bei Gescher A31 06

Immer größer werdende Beteiligung

NRW Verkehrsminister Michael Groschek Kranzniederlegung für verunglückte Straßenwärter 94

Verkehrsminister Michael Groschek

Kranzniederlegung für verunglückte Straßenwärter Frank Nichtitz Straßen.nrw 21

Frank Nichtitz spricht für den Gesamtpersonalrat

Kranzniederlegung für verunglückte Straßenwärter Winfried Pudenz Straßen.NRW 81

Straßen.NRW Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz

Gedenkfeier für verunglückte Straßenwärter26

Die Kränze

Autobahnkirche Tungerlo-Capellen Kranzniederlegung Straßenwärter A31 03

Innehalten in andächtiger Stille

Trotz des trüben und unangenehmen Wetters der dunklen Jahreszeit sind gut 300 Teilnehmer aus allen Teilen des Landes NRW, von Autobahn- und Straßenmeistereien, aus Betriebsdienst und Verwaltung, vom Landesbetrieb und vom Ministerium, am Buß- und Bettag des Jahres 2012 ins westfälische Gescher an der A 31 gereist, um den im Betriebsdienst ums Leben gekommenen Kolleginnen und Kollegen zu gedenken.

Die seit 1999 auf Initiative der Autobahnniederlassung Hamm stattfindende Gedenkveranstaltung an der Autobahnkapelle Tungerloh-Capellen wird von Jahr zu Jahr stärker besucht.

Auch zahlreiche Angehörige der Opfer besuchen Jahr um Jahr diese Stunde ehrenden Gedenkens. Sie erinnern sich an ihre Lieben im Kreise der Kollegen und Kameraden, die häufig nicht nur durch Arbeit sondern auch durch enge Freundschaft verbunden waren - und immer noch sind. Wenn auch die Erinnerung an diesen schmerzhaften Einschnitt im Leben an diesem Tage manchem Familienmitglied oder Arbeitskollegen ans Herz gehen mag, so finden viele doch Trost und Kraft für die Zukunft.

Auch die Mitarbeiter aus den Meistereien erinnern sich an gefährliche Situationen die sie selbst erlebt haben. Die Männer und Frauen des Straßenbetriebsdienstes halten für uns ständig den Kopf hin. Morgens können Sie nicht wissen, ob sie wirklich am Abend heil nach Hause kommen. Sie riskieren an jedem Arbeitstag ihre Gesundheit und ihr Leben – für uns als Teilnehmer am Straßenverkehr. Das kann gar nicht oft und intensiv genug gewürdigt werden.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW hatte bis zum Buß- und Bettag des Jahres 2012 bei elf fremd verschuldeten Unfällen 15 verletzte Straßenwärter zu beklagen. Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz, der die Gedenkstunde eröffnete, berichtete: "Die traurige Statistik unterstreicht das 13-fach höhere Risiko der Straßenwärter, im Job ums Leben zu kommen. Ich möchte alle Verkehrsteilnehmer bitten, besonders in Baustellen vorsichtig zu fahren, sich an die Geschwindigkeiten zu halten und nicht durch Navigationsgeräte, Handys oder das Radio von der Konzentration abhalten zu lassen", so Pudenz.

Mit Michael Groschek sprach auch wieder ein Verkehrsminister des Landes zu den Anwesenden. Der Minister appellierte an die Verkehrsteilnehmer „Runter vom Gas“ wenn Frauen und Männer in Orange auf der Straße zu sehen sind. "Mobilität auf der Straße funktioniert nur, weil es Menschen gibt, die die Strecken in Ordnung halten, den Schnee wegräumen und die Betriebstechnik warten. Das ist Ihr Job und der ist sehr gefährlich", sagte Verkehrsminister Michael Groschek. "Dafür gebührt Ihnen Respekt und Anerkennung. Die Sicherheit der Straßenwärter bei ihrem gefährlichen Job hat oberste Priorität, darin dürfen wir nicht nachlassen." Der Minister bat die Straßenwärter um Unterstützung, und Anregungen für ständige weitere Verbesserungen der Sicherheit und sicherte „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu. Er versprach weiter, während seiner Amtszeit auch zukünftig diese Gedenkveranstaltung zu besuchen.

Frank Nichtitz vom Gesamtpersonalrat verwies auf den Risiko-Parcours und Schulungen in den die Mitarbeiter für Gefahrensituationen ständig sensibilisiert werden sollen. Weiter können Straßenwärtern nach schweren Unfällen sehr kurzfristig auch psychotherapeutische Hilfen angeboten werden. Positive Auswirkungen sah er bei den Entwicklungen zum Arbeitsschutz, wie Warnschwellen oder CB-Funk-Warnern die in den letzten Jahren eingeführt wurden. Mit Beginn des Jahres 2013 werden die Mitarbeiter von Straßen.NRW eine weiterentwickelte Warnkleidung erhalten.

Zum Abschluß wurden die Kränze am Mahnmal niedergelegt und jeder hatte die Möglichkeit zu einem stillen Gedenken an der Gedenkstätte inne zu halten.

Es wäre wünschenswert, wenn auch die Landesbetriebe anderer Bundesländer ähnliche Veranstaltungen durchführen würden.

Kranzniederlegung für verunglückte Straßenwärter Michael Groschek Winfried Pudenz 19

Winfried Pudenz und MIchael Groschek
haben die Kränze niedergelegt

Autobahnkirche Tungerlo-Capellen A31 Gedenkstunde Straßenwärter 28

Die Anwesenden treten zum Gedenkstein

Gedenkfeier für tödlich verunglückte Straßenwärter 21

Thomas Oehler, Leiter der Autobahnniederlassung Hamm und Frank Nichtitz vom Gesamtpersonalrat

Gedenkfeier für tödlich verunglückte Straßenwärter36

Stilles Gedenken

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