Rodenkirchen 10

 

 

 

Gedenken an tödlich verunglückte Straßenwärter 2014

Straßen.NRW Gedenkstunde Kranzniederlegung für tödlich verunglückte Straßenwärter 48 Straßen.NRW Gedenkstunde Kranzniederlegung für tödlich verunglückte Straßenwärter 49
Straßen.NRW Gedenkfeier Kranzniederlegung für tödlich verunglückte Straßenwärter 23

Nach einem mißglückten Überholmanöver krachte am 3. November 2014 auf der A 57 bei Köln-Worringen ein Pkw in das auf dem Seitenstreifen stehende Fahrzeug der Autobahnmeisterei Frechen. Der Beifahrer wurde lebensgefährlich, Fahrer und die beiden Mitarbeiter des Straßenbetriebsdienstes leicht verletzt.

Dieses war der letzte Unfall, von dem Mitarbeiter von Straßen.NRW betroffen waren, vor dem jährlichen Gedenken am Buß- und Bettag an die im Dienst verunglückten Mitarbeiter des Landesbetriebes Straßen.NRW. Seit 2011 brauchte der Landesbetrieb keinen im Dienst umgekommen Mitarbeiter mehr zu beklagen. Auch war die Zahl der Unfälle, in welche die Frauen und Männer der Autobahn- und Straßenmeistereien verwickelt wurden, im Jahr 2014 erfreulich gering. Acht Unfälle und neun Verletzte sind aber dennoch zu viel.
Straßen.NRW Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz betonte daher in seinen Worten, anläßlich der diesjährigen Feierstunde an der Gedenkstätte Im westfälischen Tungerloh-Capellen an der Bundesautobahn A 31, daß der Landesbetrieb in seinen Anstrengungen und Bemühungen für mehr Sicherheit auf dem Arbeitsumfeld Straßen keinesfalls nachlassen wolle. Zu den besonders erfolgreichen Maßnahmen der letzten Jahre gehöre besonders die Einführung der Warnungen über CB-Funk, die neuen LED-Sicherheitswarnbeleuchtungen und der Risikoparcour - als zusätzliche Sicherheitsausbildung - für Straßenwärter. Letzterer ist auch von den Landesbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und den beiden bayrischen Autobahndirektionen, sowie gewerblichen Unternehmen der Straßeninstandhaltung und Straßenausstattung durchgeführt worden. Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz Straße ist nur durch ständig zu verbessernde Einzelmaßnahmen zu erreichen. Als weiteres Element dieser Weiterentwicklung sind die Strecken bezogenen Gefährdungsbeurteilungen zu sehen, welche helfen sollen Gefahrenstellen im Straßennetz aufzuspüren.

Auch der Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen Michael Groschek war wieder zu dieser Stunde der Trauer, Erinnerung und Mahnung erschienen. Er wies auf die häufig selbstverursachten steigenden Belastungen der Verkehrsteilnehmer hin, Hektik durch zu eng gesetzte Termine, Unaufmerksamkeit und Müdigkeit durch zu lange Fahrzeiten aber auch Rücksichtslosigkeit und steigende Aggressivität gegenüber den Einsatzkräften. Davon, so der Minister weiter, seien nicht nur die Straßenbetriebsdienstler, sondern allzu häufig auch Feuerwehrleute, Sanitäter und die Polizei betroffen.
Die Arbeit des Straßenbetriebsdienstes - 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche - bleibt für das Gemeinwohl unverzichtbar. In seinen Dank schloß Minister Michael Groschek auch die Vermesser, die Fernmelder, Brückenprüfer und weitere Mitarbeiter im „Außendienst“ ein.

Abschließend erinnerte Frank Nichtitz vom Gesamtpersonalrat daran, daß Stille gut tut – Ruhe aber trügerisch sein kann – die Straße bleibt gefährlich! Er unterstützte seine Vorredner darin, in den Bemühungen für mehr Sicherheit nicht nachzulassen und dies in immer mehr Köpfe der Verkehrsteilnehmer hinein zubringen. Die Verkehrsteilnehmer mahnte er zu angepaßter und rücksichtsvoller Fahrweise.
Wie in jedem Jahr traten die Anwesenden dann zu einem stillen Gedenken an die Stele für die im Dienst tödlich verunglückten Straßenwärter.

Straßen.NRW Gedenkstunde Kranzniederlegung für tödlich verunglückte Straßenwärter 36
Straßen.NRW Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz 11

Straßen.NRW Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz

Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen Michael Groschek 30

Verkehrsminister des Landes NRW Michael Groschek

Straßen.NRW Gedenkstunde Kranzniederlegung für tödlich verunglückte Straßenwärter 72
Gedenkfeier Kranzniederlegung für tödlich verunglückte Straßenwärter 52
Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen Michael Groschek Straßen.NRW Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz 68

Verkehrsminister des Landes NRW Michael Groschek und Straßen.NRW Hauptgeschäftsführer
Winfried Pudenz

Straßen.NRW Gedenksstätte für tödlich verunglückte Straßenwärter in Tungerloh-Capellen 79
Thomas Oehler Leiter der Autobahnniederlassung Hamm Gesamtpersonalrat Straßen.NRW Frank Nichtitz 71

Thomas Oehler Leiter der Autobahnniederlassung Hamm
und Frank Nichtitz vom
Gesamtpersonalrat Straßen.NRW

Weniger schwerverletzte Straßenwärter

(straßen.nrw 19.11.2014) Die Zahl der schwerverletzten Straßenwärter ist 2014 auf den niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren gesunken. Das bilanzierte der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen heute (19.11.) anlässlich der jährlichen Kranzniederlegung für tödlich verunglückte Straßenwärter in Gescher im Kreis Borken. Bis jetzt verletzten sich im Jahr 2014 damit neun Straßenwärter schwer bei acht Unfällen durch Fremdverschulden. Vergangenes Jahr waren es insgesamt zehn Unfälle mit elf verletzten Straßenwärtern, vor fünf Jahren noch mehr als doppelt so viel. Den letzten toten Kollegen hatte Straßen.NRW im Jahr 2012 zu beklagen.

Verkehrsminister Michael Groschek sagte in seiner Ansprache in Gescher: "Die gute Arbeit des Landesbetriebs zur Unfallverhütung wirkt. Gute Ausrüstung und Kenntnis der Gefahren sind wichtig zur Vermeidung von schlimmen Unfällen. Dennoch bleibt das Risiko für unsere Straßenwärter bestehen, die sich täglich in gefährliche Situationen im fließenden Verkehr begeben müssen. Daher gilt es, weiter achtsam zu sein. Das gilt vor allem auch für die Autofahrer, an die ich appelliere, gerade in Baustellen vorsichtig zu fahren, sich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten zu halten und sich nicht durch Handys oder Navigationsgeräte ablenken zu lassen. Hier arbeiten Menschen für Ihre Sicherheit, deren Sicherheit auch von Ihrer Achtsamkeit abhängt."

"Die Statistik macht mich vorsichtig optimistisch, dass die Horrorjahre mit vielen Unfällen und Verletzten der Vergangenheit angehören", sagte Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz vor den Delegationen der Straßen- und Autobahnmeistereien aus ganz NRW. "Unsere unermüdliche Arbeit für ein möglichst sicheres Umfeld unserer 1.900 Kolleginnen und Kollegen auf der Straße trägt damit Früchte." Und trotzdem bleibe die Vision eines unfallfreien Jahres, so Pudenz. Man werde deswegen weiterhin in Schulungen investieren, die persönliche Schutzausrüstung weiterentwickeln und die "Arbeitsstelle Straße" sicherheitstechnisch optimieren.

Straßenwärter haben einen gefährlichen Job. Noch immer gilt die Statistik, dass pro Jahr durchschnittlich ein Straßenwärter ums Leben kommt. Mit dem Fuß auf der Straße holen die Frauen und Männer in Orange Hindernisse von der Fahrbahn, richten Baustellen ein, reparieren Schilder und Schutzplanken, warten und reinigen die Verkehrsanlagen und sorgen im Winter für schnee- und eisfreie Strecken. In den vergangenen 20 Jahren kam es bei Straßen.NRW zu fast 500 fremdverschuldeten Unfällen, bei denen Straßenwärter zu Schaden kamen. Sie erlitten teilweise Prellungen und Frakturen und wurden durch Unfälle traumatisiert.

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