Rodenkirchen 10
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A 4 Hörselbergtrasse

Reichsautobahn

 Blick vom Großem Hörselberg auf die Trasse

Strecke 79

In den 1950er Jahren fast ohne Verkehr

Die Autobahn Dresden – Frankfurt/Main gehört schon zum Grundnetz der Autobahnplanungen aus dem Jahr 1933. Der erste Spatenstich an dieser Strecke fand bereits am 21. März 1934 an der Anschlußstelle Dresden-Altstadt statt. Von hier aus wurde der Bau schrittweise in Richtung Westen vorangetrieben. Die ersten Verkehrsfreigaben erfolgten, nur zwei Jahre später, schon am 27. September 1936 bei Dresden und Chemnitz.
In Thüringen wurde – ausgehend vom Hermsdorfer Kreuz, das im Zuge der A 9 schon 1935 fertig gestellt worden war – im Mai 1936 der Streckenabschnitt bis Jena-Göschwitz in Angriff genommen.
Am 17. Dezember 1937 war schon die gesamte Strecke zwischen Dresden-Neustadt und Jena befahrbar. Am 18. August 1939 wurde der Abschnitt Weimar – Jena noch freigegeben.
Danach wurden, aufgrund des Krieges, Verkehrsfreigaben nicht mehr gefeiert und nur noch lokal bekannt gegeben. In Thüringen und Waldhessen waren dies auf der heutigen Bundesautobahn A 4 u.a.:

Walthershausen 18

 Das Ausbauende bei Kilometer 256

Ausbauende 118

Der Seitenstreifen wird “eingezogen”

Abschnitt

AS Eisenach-Ost – Trenkelhof
Wutha – Mechterstädt
Mechterstädt – Hörselgau
Hörselgau – Emleben
AS Eisenach-West – Eisenach
Eisenach – AS Eisenach-Ost
Sorga (B62) – westl. AS Gerstungen
östl. AS Gerstungen – Herleshausen

Von 1945 – 1989 wurden u.a. weitere Richtungsfahrbahnen und Ergänzungen fertiggestellt

Mechterstädt – Hörselgau
Eisenach – AS Eisenach-Ost
Trenkelhof – Wutha
AS Herleshausen – AS Eisenach-West
Bereich Eisenach
Bereich Eisenach

Ausbauende 36

Stahlgleitwände sichern den Verkehr

A4 099

Ab 9. Januar 2010 lief der Verkehr auf der Neutrasse

Jahr    Typ  Länge (km)

1940   12    1,3
1940   12    8,4
1940   1      5,7
1940   12    9,8
1941   12    3,2
1941   1      1,9
1943   1    22,3
1943   1    12,5




1969   2      6,0
1973   2      1,7
1982   12    1,8
1984   12    8,8
1984   12    0,3
1984   2      0,2

Art der Bauleistung
Zweibahnig 12
1. Fahrbahn
2. Fahrbahn als Ergänzung einer einbahnigen Richtungsfahrbahn

Schneeautobahn 52 A4 40
A4 Hörselbergautobahn 70 Autobahn A 4 78

Zwischen dem Kirchheimer Dreieck und Weimar begannen die Arbeiten im wesentlichen erst 1938. Nach Kriegsbeginn kamen die Arbeiten nur langsam und schleppend voran. Es fehlte an Material und vor allem an Arbeitskräften. In einigen Abschnitten konnte nur eine Richtungsfahrbahn fertig gestellt werden. Da die Werratalbrücke fehlte, musste hier die damalige Reichs- und heutige Bundesstraße 7 genutzt werden. Bedingt durch die deutsche Teilung verlängerten sich zahlreiche Provisorien bis in die 1990er Jahre hinein und weitere kamen eine Zeitlang hinzu.

Das geringe Verkehrsaufkommen dieser vergangenen Jahrzehnte ließ solches zu.
Mit dem drastisch gestiegenen Verkehrsaufkommen seit dem Fall der Mauer 1989 wurden auch die letzen dieser behelfsmäßigen Streckenführungen beseitigt.

Schneeautobahn 60 A4 Hörselbergtrasse 43
A4 Hörselbergautobahn 52 Schneeautobahn 54

Zur Überwindung des Kirchtales, an der heutigen Anschlußstelle Wutha-Farnroda, wurden Fundamente und Pfeiler für ein 170 m langes und 35 m hohes Viadukt zum Teil schon erstellt. Da schnell klar wurde, daß mit einer Fertigstellung der Brücke während des Krieges nicht mehr zu rechnen war, wurde nördlich die „Umfahrung Trenkelhof“ gebaut. Pfeiler und Fundamente verschwanden bis 1982 in der Dammschüttung welche bis Januar 2010 die A 4 trug und heute die Zufahrt zur Raststätte „Kleiner Hörselberg“ bildet.

Westlich der bisherigen Anschlußstelle Wutha-Farnroda sollte ein Kleeblatt die bisherige A 4 mit einer Autobahn Nürnberg - Bamberg – Meiningen – Nordhausen – Berlin (Strecke 85) verknüpfen.

Kirchtal 3 Kirchtal 26

 Der das Kirchtal abschneidende Damm - Blick nach Südosten

Wutha-Farnroda Wutha-Farnroda 29

A 4 und Anschlußstelle Wutha-Farnroda vor dem Rückbau - Blick nach Südwesten

A4 Damm 25

Auf dem Damm Blick nach Westen

Autobahndamm 20

Der Damm von unten

Die alte Strecke über die Hörselberge war eines der landschaftlich reizvollsten Autobahnstücke Deutschlands. War das Verkehrsaufkommen gering, konnte man nördlich auf die bis zu 75 m hohe Kalksand-
steinwand des Großen Hörselberges (484m) und südlich ins Hörseltal und auf den Thüringer Wald blicken. Für die Reisenden aus Richtung Erfurt war der Anblick der Wartburg meist eine besondere Freude. Aus diesem Grunde war daher der Autobahnverlauf auch auf diese steigungsreiche Trasse gelegt worden. Die damaligen Machthaber wollten dem „Autowanderer“ die „Schönheiten der deutschen Landschaft“ zeigen..

A4 Hörselbergautobahn 119 Autobahn A 4 116

Fahrtrichtung Frankfurt/Main - Blick auf den großen Hörselberg

Wartburg 140

A 4 Richtungsfahrbahn Frankfurt/Main - Blick auf die Wartburg

Die Trassenführung über die Hörselberge erwies sich als immer anfälliger für Verkehrsstörungen aller Art. Auch die prognostizierte Verkehrentwicklung auf rund 70.000 Fahrzeuge mit einem LKW-Anteil von 21 % im DTV für 2015 hätte auf der dann zwischen Wommen und Dresden sechsstreifigen Autobahn die Hörselberge zu einem Nadelöhr werden lassen.
Fehlende Verzögerungs- und Beschleunigungsspuren an den Parkplätzen, für den Schwerlastverkehr zu starke Steigungen (bis zu sechs Prozent), fehlende und nicht nachträglich zu bauende Seitenstreifen brachten manchen Verkehrsteilnehmer in brenzlige Situationen. Auch bei Winterwetter musste nach liegen gebliebenen LKW die Autobahn häufig gesperrt werden. Durch die starken Steigungen verursachte der LKW-Verkehr hier besonders drastische Schadstoffbelastungen. Ebenso wäre eine grundhafte Erneuerung der Fahrbahn nur mit einstreifiger Verkehrsführung möglich gewesen.
Zudem verlief die Autobahn an der Grenze eines Naturschutzgebietes sowie sehr dicht an der Ortschaft Sättelstädt vorbei.

Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 15 sah daher die Verlegung der Autobahn auf eine neue Trasse nördlich der Hörselberge vor.

3+1 Verkehrsführung 54

3+1 Verkehrsführung auf dem Kirchtaldamm

Einstreifige Verkehrsführung 41

Einstreifige Verkehrsführung (!)

3+1 Verkehrsführung 66

3+1 Verkehrsführung im Bereich der AS Wutha-F.

Geisterfahrer 50

Nach der Stillegung ist genug Platz für Gegenverkehr

Abschiedsveranstaltung für die alte Hörselbergtrasse war der „ViaSolutionsThüringenA4Lauf“.
Am Sonntag dem 10. Januar 2010 nutzen 537 Läufer die Gelegenheit um 10 oder 16,2 km auf der nun ehemaligen Autobahn zu absolvieren.

Autobahn A 4 126 Autobahn im Schnee 55
Autobahn im Schnee 57 Bundesautobahn A 4 26
Bundesautobahn A 4 25 Autobahn im Schnee 61

In Kürze gehört die Strecke wieder dem „Autowanderer“ - der muß sein Fahrzeug dann allerdings abstellen.

Bundesautobahn A 4 51
Bundesautobahn A 4 124

Herzlichen Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von
Via Solutions für die freundliche Unterstützung.

Weiter zu: Raststätte Kleiner Hörselberg

Weitere Informationen:

VIA SOLUTIONS.de

DEGES Broschüre A 4 Hörselberge

AUTOBAHN-ONLINE.de A 4 Aachen - Görlitz

Bilder vom A 4 Lauf auf Laufen und mehr

A4Lauf 35 Hörselberg 24

Via-Solutions-Thüringen-A4LAUF

Der Via Solutions Thüringen A4Lauf an Deutschlands Märchenberg, dem Hörselberg - ein Lauf an einem besonderen Tag, dem 10.01.10 und an einem besonderen Ort, nämlich unter den Augen der Frau Venus und ihres Ritters Tannhäuser. Laufen Sie da, wo niemals vorher gelaufen werden durfte und wo danach wegen des Rückbaus zum Naturschutzgebiet niemals wieder gelaufen werden kann! Beginnen Sie das Jahr 2010 unterhalb des mystischen und beeindruckenden Bergmassivs laufend, lassen Sie die gewaltige Natur auf sich wirken und schöpfen Sie dabei Kraft!

10.01.10 A 4 "Hörselberg" bei Eisenach

Die Ausschreibung zum Via Solutions A4Lauf am 10.01.10 wird wie folgt verändert:

Die Startnummernausgabe beginnt am Samstag, den 09.01.10 um 12:00 Uhr im Hauptsitz der Via Solutions Thüringen in der Kasseler Str. 215, 99817 Eisenach (unmittelbar an der bisherigen Anschlussstelle
BAB 4/Eisenach West gelegen, bekannt als frühere Autobahnmeisterei). Am Starttag werden die Startunterlagen im Läuferzelt am Kleinen Hörselberg ab 08:00 Uhr ausgegeben.

Die Anfahrt der Läufer und Zuschauer zum VST A4Lauf am 10.01.10 erfolgt ausschließlich ab Eisenach Ost (bis 09.01.10 Anschlusstelle BAB 4 Eisenach Ost) auf die nunmehr neue B 7 Richtung Wutha-Farnroda bis zum Kleinen Hörselberg.    

Als Parkflächen stehen die jeweiligen Stand- und Überholspuren der beiden Richtungsfahrbahnen zwischen Wutha-Farnroda und Kleiner Hörselberg zur Verfügung. Die Parkplätze sind ausreichend. Die Einweisung in die Parkzonen sichern die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Krauthausen, deren Anweisungen im Sinne eines reibungslosen und zügigen Ablaufs strikt zu befolgen sind.

Der Lauf beginnt auf der südlichen Richtungsfahrbahn der ehemaligen A 4 am Rasthof "Kleiner Hörselberg" und führt bei der kurzen Strecke bis zum ersten Parkplatz (ca. 5 Km) mit Wendestelle auf die nördliche Richtungsfahrbahn wieder zurück. Die lange Strecke wendet nach der Hörseltalbrücke bei Sättelstädt in gleicher Weise mit dem daran anschließenden berühmt-berüchtigten Hörselberganstieg. Etwa 300 m vor dem Ziel beginnt die Zielgerade mit einem für die Läufer unwiederbringlichen Erlebnis, dem Wartburgblick, welcher schließlich durch das Zielportal eingerahmt wird. siehe Strecke und Höhenprofil Bei Witterungsunbilden unterstützt der Hauptsponsor Via Solutions Thüringen im Rahmen seiner Möglichkeiten bei der Präparation für eine belaufbare Strecke auf der A 4, jedoch steht für die Durchführbarkeit des Laufs grundsätzlich die Sicherheit der Sportler an erster Stelle.

Im Zielbereich auf dem Rastplatz "Kleiner Hörselberg"befindet sich das beheizte Läuferzelt mit Informationsstand, Ausgabeständen für Startunterlagen, einem Nachmeldestand, einem Stand von Sportident und Umkleide- mit Aufbewahrbereich für die Läuferkleidung. Duschmöglichkeiten können leider nicht bereitgestellt werden.

Die Läuferbetreuung entlang der Strecke und im Ziel sichern die Kameraden der Bergwacht Steinbach sowie die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wutha-Farnroda an den Wendepunkten mittels Verpflegung und Getränken. Im Läuferzelt übernimmt die Versorgung der Rasthof "Kleiner Hörselberg". Es werden sowohl kalte und warme Speisen und Getränke sowie Spezialitäten der Backhausfrauen Schönau angeboten. Hier wird auch das Läuferbier der Rhönbrauerei Dittmar Kaltennordheim ausgegeben, das jeder Starter bekommt. Im Läuferzelt wird eine Apresparty bis 18.00Uhr gefeiert.

Anmeldungen für den Via Solutions A4Lauf "Hörselberg" können bis 31.12.2009 mit Eingang der Startgebühr, Nachmeldungen bis eine Stunde vor dem Start gegen eine bar zu entrichtende Nachmeldegebühr vorgenommen werden. Am 31.12.2009 endet ebenfalls bei Terminverhinderung die Stornierung aller offiziell bis 31.10.2009 angemeldeten Teilnehmer für den Via Solutions A4Lauf "Hörselbergeumfahrung". Diese Sportfreunde wenden sich umgehend per e-mail an wanderweg@pummpaelz.de oder telefonisch an die Geschäftsstelle des Veranstalters unter 03695-620580 oder Fax 03695-852086 .

P R O G R A M M

Via Solutions Thüringen A4LAUF

Samstag, 09.01.10 - Startnummernausgabe
12.00 - 18.00 bei VST, Kasseler Str. 215, 99817 Eisenach

Sonntag, 10.01.10 - Startnummernausgabe
08.00 - 11.00 im Läuferzelt Kleiner Hörselberg
12.00 - Start Langdistanz (Am Kleinen Hörselberg)
12.30 - Start Kurzdistanz (Am Kleinen Hörselberg)
14.00 - Pressekonferenz mit Siegern (Rasthof Kleiner Hörselberg)
14.30 - Siegerehrung Gesamtsieger, danach AK-Sieger (Läuferzelt)
danach Apres Party (Läuferzelt)    

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